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Risikomanagement für Kommunen PDF Drucken E-Mail

 

Kommunen sind heutzutage vielerlei Risiken aus unterschiedlichen Sphären ausgesetzt. Sie sind von Umwelt- und Pandemierisiken genauso betroffen wie von Wirtschaftsrisiken und anderen unmittelbar vom Menschen verursachten Risiken.

Ereignisse der jüngsten Zeit wie der Einsturz des Kölner Stadtarchivs, die Überschwemmungen im Zollern-Alb-Kreis im letzten Sommer oder die diesjährige Grippepandemie zeigen dies deutlich. In der Privatwirtschaft hat Risikomanagement schon lange einen festen Platz, nicht zuletzt weil einschlägige Gesetze und Richtlinien ein Risikomanagement vorschreiben. Auch im öffentlichen Bereich sind entspre-chende Regelungen nur noch eine Frage der Zeit. Stets im Vordergrund steht die Vermeidung von Schadensereignissen sowie die stete Sicherstellung der Fähigkeit zu besonnenem und schnellen Handeln zugunsten der Bevölkerung und ihrer Güter.

Wie funktioniert Risikomanagement für Kommunen, Landkreise und Städte?

Der Risikomanagement-Prozess besteht aus drei Teilprozessen, der Risikoanalyse, der Risikosteuerung und der Risikoüberwachung. In der Risikoanalyse werden möglichst umfassend alle denkbaren Risiken für eine Kommune identifiziert und anschließend nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Schadensausmaß bewertet. So lassen sich unterschiedliche Risiken hinsichtlich ihrer Priorität miteinander vergleichen.

In der Risikosteuerung werden Maßnahmen zur Minderung oder Beseitigung der identifizierten Risiken geplant und umgesetzt. Teil der Risikosteuerung sind Einsatzpläne und Übungen zur kommunalen Not-fallplanung und zum Katastrophenschutz. Während diese auf effiziente Abläufe im Falle einer bereits eingetretenen Krise oder Katastrophe abstellen, ist ein weiteres Hauptziel des Risikomanagements, es erst gar nicht zu Krisen oder Katastrophen kommen zu lassen.

Die Risikoüberwachung schließlich trägt der Tatsache Rechnung, dass sich die meisten Risiken perma-nent ändern, namentlich z.B. durch Klimaänderungen, Unternehmensansiedlungen gefahrgeneigter Branchen aber auch durch Vorsorgemaßnahmen. Daher ist die Risikoüberwachung als fortlaufender Prozess zu sehen, der mit einer festgelegten Periodizität dazu beiträgt, dass Risikoinformationen aktuell gehalten werden.